Trotz Rente mit 67: Jüngere erwartet ein längerer Ruhestand als heutige Senioren

Künftige Rentner können den Ruhestand rund drei Jahre länger genießen als ihre Eltern. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/119207 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Initiative "7 Jahre länger"/Grafik: 7jahrelaenger.de"

Berlin (ots) – Deutschland diskutiert über ein höheres Renteneintrittsalter. Die Prognosen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Lebenserwartung zeigen: Bleibt alles wie es ist, würde die Rentenbezugsdauer sehr wahrscheinlich weiter steigen.

Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre gleicht den Anstieg der Lebenserwartung nur mittelfristig aus. Bei gleichen Rahmenbedingungen können Jüngere voraussichtlich einen um bis zu drei Jahre längeren Ruhestand erwarten als ihre Eltern oder Großeltern. Dies zeigt eine aktuelle Analyse der Initiative „7 Jahre länger“ auf Basis der Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamtes.

Männer des Jahrgangs 1964, die als erste regulär mit 67 in Rente gehen, werden demnach durchschnittlich fast 86 Jahre alt. Ihr potenzieller Ruhestand dauert somit knapp 19 Jahre. Die 2000 geborenen Männer würden bei unveränderter Altersgrenze schon drei Jahre länger Rente beziehen. Denn sie haben mit 67 noch knapp 22 Jahre zu leben, sofern die Lebenserwartung weiter in dem Tempo steigt wie bisher,

Zwei Jahre länger arbeiten – drei Jahre länger Ruhestand

Ähnlich sind die Prognosen für das weibliche Geschlecht: Frauen des Jahrgangs 1964 haben einen potenziellen Ruhestand von 22 Jahren, die 2000 geborenen von fast 25 Jahren. Die Lebenserwartung einer Rentnerin steigt in der Zwischenzeit von rund 89 auf fast 92 Jahre.

Ohne eine weitere Anhebung der Altersgrenze würden die Jüngeren nicht nur länger Rente beziehen als ihre Eltern. Ihr Ruhestand dauerte auch länger als bei heutigen Rentnern, die meist noch regulär mit 65 Jahren aus dem Beruf ausgeschieden sind – als letzter der Jahrgang 1946. Zum Renteneintritt 2011 hatten Männer eine verbleibende Lebenserwartung von im Schnitt 18,8 Jahren, Frauen von 22,2 Jahren. Sie beziehen somit ebenfalls knapp drei Jahre weniger Rente als Ruheständler in 50 Jahren – obwohl sie zwei Jahre früher aufgehört haben zu arbeiten.