Gesund zu wissen – Einblicke über Erkrankungen der Gallenblase

Foto: BAuch © silviarita auf Pixabay

(lifePR) ( Kandel, Januar 20 ). Am 22. Januar 2020 um 18:30 Uhr findet in der Asklepios Südpfalzklinik Kandel eine Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema Gallenwegserkrankungen aus der Vortragsreihe „Gesund zu wissen“ statt. Dr. med. Jochen Morgenthaler, Sektionsleiter der Abteilung für Innere Medizin-Gastroenterologie und Prof. Dr. med. Frank Axel Wenger, Chefarzt des Bereichs Allgemein-, Visceral-, Thorax und Adipositaschirurgie, informieren die Besucher darüber, wie Gallenwegsentzündungen und Gallensteine entstehen, wer ein hohes Risiko hat, wie man vorbeugen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten dem Gastroenterologen und dem Chirurgen bei diesen verschiedenen Krankheitsbildern zur Verfügung stehen.

Häufig ist den Menschen nicht bekannt, dass ihre Gallenblase Steine enthält, da sie beschwerdefrei sind. Dies kann sich allerdings schnell ändern. Kleinere Gallenblasensteine sind gefährlicher als große, denn kleine Steine können aus der Gallenblase in den Gallengang wandern, dort stecken bleiben und eine Gallenblasenentzündung oder auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung verursachen. Eine Blockade des Ausgangs der Gallenblase durch Steine ruft oft Koliken mit krampfartigen Schmerzen hervor. In diesem Fall ist eine akute Entfernung der Gallenblase durch die minimal invasive „Schlüssellochmethode“ erforderlich. Laut Prof. Wenger ist dies in der Asklepios Klinik ein regelmäßig durchgeführter chirurgischer Eingriff. Hierbei wird über eine Bauchspiegelung, d.h. über 4 kleine Hautschnitte (jeweils 0,5-1cm), die Gallenblase in Vollnarkose entfernt. Die Patienten verbleiben in der Regel 3 Tage in der stationären Behandlung. Da große Gallenblasensteine auch zu bösartigen Tumoren der Gallenblase führen können, wird in diesen Fällen frühzeitig eine Entfernung der Gallenblase empfohlen.

Im Bereich der Gallengangwege können auch bösartige Tumore (Gallengangkarzinome, Bauchspeicheldrüsenkarzinom) auftreten. In diesen Fällen tritt häufig eine Gelbfärbung der Haut (Ikterus) als Zeichen einer Behinderung des Abflusses der Galleflüssigkeit auf. Bei diesen Patienten ist eine zeitnahe endoskopische Wiederherstellung des Galleabflusses oder eine Operation der Gallenwege erforderlich.

Die Besucher erhalten Im Rahmen dieser Veranstaltung einen umfangreichen Einblick über Erkrankungen der Gallenblase. Außerdem besteht die Möglichkeit, während der Vorträge und in der Pause mit kleinem Imbiss, persönliche Fragen an die Referenten zu stellen. Der Eintritt ist frei.

Kontakte Sekretariate:

Prof. Dr. med. F. Wenger Tel.: 0 72 75 /71-1101  Dr. med. J. Morgenthaler Tel.:  0 72 75 / 71-1241