Betriebsrentner müssen weiter auf Entlastung warten

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Foto: Mann im Rollstuhl (über dts Nachrichtenagentur)
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Millionen Betriebsrentner müssen weiter auf die von der Bundesregierung für Januar 2020 versprochene Ermäßigung bei den Krankenkassenbeiträgen warten. Damit ist frühestens von Oktober an zu rechnen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf den AOK-Bundesverband. „Schon das ist eine gewaltige Herausforderung“, sagte ein Sprecher des AOK-Bundesverbands der Zeitung.

Bis Oktober hätten sich Betriebsrenten-Versorgungsträger und Krankenkassen verpflichtet, eine Software einzuführen. Erst danach könne das Ende vorigen Jahres von der Bundesregierung gegebene Versprechen eingelöst werden, die Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten durch Einführung eines Freibetrags rückwirkend zum 1. Januar zu senken. Der Freibetrag von monatlich 159,25 Euro soll alle Betriebsrentner entlasten.

Die große Koalition reagierte damit auf die Verärgerung vieler Betriebsrentner über die bereits unter Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeführte „Doppelverbeitragung“. Auch bei der am Donnerstag im Bundestag beschlossenen Grundrente will die Bundesregierung von Januar 2021 an einen Rentenaufschlag gewähren. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund wird die rückwirkende Auszahlung aber voraussichtlich erst ab Juli 2021 starten, bei Bestandsrentnern könnte die Versendung der Grundrentenbescheide demnach sogar bis Ende 2022 dauern.