Zukunftsmarkt fürs Handwerk: Senioren

0
16874
article inline
 
 
 

handwerkPlochingen – „Was, nur einen Fensterrahmen streichen? – Der Auftrag lohnt sich für uns nicht“. Wo es sich für große Unternehmen nicht mehr lohnt, punkten heutzutage die Kleinen. Und sind damit wertvolle Dienstleister, die mit ihren Vorteilen erfolgreich für sich werben können, weiß Claudia Schimkowski, Inhaberin der PR- und Werbeagentur wortOptimal aus Plochingen, aus der täglichen Erfahrung mit Ihren Kunden.

Kleine, handwerkliche Unternehmen arbeiten auch dort noch gewinnbringend, wo Große aus wirtschaftlichen Gründen bereits ablehnen, so Schimkowski, die mit Ihrer Agentur im Handwerk Ihren Schwerpunkt legt. Rund 15.720.000 Rentnerinnen und Rentner bilden schon heute einen attraktiven Markt mit enormem Wachstumspotential gerade für flexible Kleinbetriebe. Umfassen doch die speziellen Bedürfnisse der Senioren alle Bereiche des Lebens vom Wohnen über die Freizeit bis hin zu Gesundheit und Pflege.
Kleinstunternehmer Michael Eichendorfer hat diese Möglichkeiten erkannt und bietet deshalb Dienstleistungen „rund ums Fenster“ für den gesamten süddeutschen Raum an. „ Ich lege meine Aufträge so, dass ich eine Woche lang in einer Region tätig sein kann. Damit sind für mich auch kleine Reparaturen und bei langen Anfahrtswegen interessant.“ Bereits seit zwei Jahren ist er mit dieser Idee erfolgreich im Geschäft. Genau hier liegt die große Chance kleinerer Betriebe, so Werbespezialistin Schimkowski: „Gelingt es dem Handwerker zum Beispiel die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen in Angebote aus seinem Fachgebiet umzusetzen, entstehen völlig neue Ideen, Konzepte und Entwicklungsmöglichkeiten“.

Ebenso vielfältig wie die Senioren selbst, sind die möglichen Dienstleistungen, die es anzubieten gilt: So benötigen ältere Menschen häufig Hilfe im täglichen Leben, bei Kleinstreparaturen, wie dem Austausch von Perlatoren an Wasserhähnen, der Instandhaltung von Türen und Schlössern, Herstellung altersgerechter Bekleidung, Fahrzeugpflege. Die Wohnung muss altersgerecht gestaltet werden, z. B. durch barrierefreie Bäder und Toiletten, absenkbare Schränke, benutzerfreundliche Küchen, elektrische Antriebe für Türen, Tore und Rollläden, Bedienelemente für Fenster, Heizungen, und Türen, die auch ohne Kraftaufwand funktionieren, bequeme Zugänge, Rampen und Geländer.