Rentenlücke schließen

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Foto: Ältere Damen beim Kaffeekränzchen © ASSY auf Pixabay.
Foto: Ältere Damen beim Kaffeekränzchen © ASSY auf Pixabay.

 
 
 

(lifePR) ( Bonn, September 20 ). Zahlen der Universität Mannheim und der Tilburg University belegen eine Rentenlücke zwischen Männern und Frauen von durchschnittlich 26 Prozent. Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. fordert die Einführung einer Grundrente und tiefgreifendere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu erklärt die Vorsitzende des Verbandes, Ilse Müller:

„Die deutliche Rentenlücke zwischen Männern und Frauen weist auf die nach wie vor erheblichen wirtschaftlichen Gerechtigkeitslücken zwischen den Geschlechtern hin. Die Bundesregierung wäre gut beraten, Menschen rentenrechtlich besserzustellen, die durch Erziehungs- und Pflegeleistungen Erwerbslücken aufweisen und später mit niedrigeren Rentenansprüchen bestraft werden.

Da Pflege und Erziehung nach wie vor zu einem großen Teil von Frauen geleistet werden, muss der Staat im Bereich der Betreuungsinfrastruktur nachlegen und den Ausbau von Ganztagsschulen und KITAs weiter vorantreiben. Arbeitsrechtlich ist es wichtig, mit flexibleren Arbeitszeitmodellen auf die wachsenden Belastungen durch private Pflegefälle zu reagieren und den Wechsel zwischen der Arbeit und Pflege- sowie Erziehungszeiten besser abzusichern.

Grundsätzlich ist die Einführung einer Grundrente wegweisend für die Zukunft. Sie kann Druck vom Kessel nehmen und Altersarmut abfedern. Und sie sollte aus Steuermitteln des Bundes kofinanziert werden, um sie auch deutlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe einer Leistung der öffentlichen Daseinsvorsorge zu kennzeichnen.“